Kochkritik: Parvin Razavi – Vegan Oriental

»Vegan Oriental« (Neun Zehn Verlag, 19,95 €) von Parvin Razavi – einer Österreicherin mit persischen Wurzeln – zeigt, wie vegane Alltagsgerichte im Orient aussehen: abwechslungsreich, authentisch und lecker!*

Vegan Oriental - Rezension
© Neun Zehn Verlag

Wie sieht’s aus?

Vegan Oriental leuchtet auch aus dem hintersten Buchregal fröhlich bunt und bringt gute Laune. Das Besondere: Es wurde mit Buntstiften illustriert, sodass man sich beim Durchblättern an seine Kindheit zurückerinnert fühlt und am liebsten selbst die Stifte hervorkramen würde. Die zahlreichen und großformatigen Rezeptfotos sind ansprechend und schlicht gehalten.

Auch die Textgestaltung wirkt schnörkellos: (fast) keine Geschichten aus dem Orient oder persönliche Reiseerlebnisse, sondern Zutaten und Rezept. Wir mögen diese Reduktion.

Vegan Oriental - Rezension
© Neun Zehn Verlag

Lieblingsrezepte?

Die Rezepte sind eher klassisch und einfach. So lachen den Leser einige alte Bekannte wie Tabouleh, Hummus, gegrillter Blumenkoh, viele schöne Eintöpfe und allerlei gefülltes Gemüse beim Durchblättern an. Auch wenn nicht jedes Rezept als innovativ bezeichnet werden kann, haben wir vieles entdeckt, das wir unbedingt immer schon einmal ausprobieren wollten: eingelegte Zitronen zum Beispiel, karamellisierter Fenchel (mit Berberitzen) oder Börek.

Dass die Rezepte dabei allesamt authentisch sind, zeigt sich nicht nur an den tollen Reiskreationen, sondern auch daran, dass fast ganz auf Ersatzprodukte verzichtet werden konnte: Hülsenfrüchte, Gemüse und Gewürze stehen klar im Vordergrund.

Lediglich die Aufteilung stellt für Pragmatiker einen kleinen Wermutstropfen dar. Dass die Länderküchen Iran, Armenien, Marokko usw. getrennt voneinander aufgeführt sind, eignet sich natürlich schön zum Schmökern. Wenn aber schnell ein Reisgericht fürs Abendessen gesucht wird, muss doch eher das Register herhalten.

Vegan Oriental - Rezension
© Neun Zehn Verlag

Wer freut sich, wer freut sich nicht?

Experten und Expertinnen der Orientküche werden wahrscheinlich wenig ganz Neues in dem Buch entdecken. Alle anderen aber, die orientalische Küche mögen, erhalten mit dem Kochbuch ein Standardwerk, das viele Köstlichkeiten zu bieten hat und reichlich Lust macht, den Tisch mit Mezze vollzustapeln. Getrost können wir auch allen Nichtveganern das Buch ans Herz legen, denn die Gerichte kommen – bis auf Sojajoghurt – ganz natürlich ohne Ersatzprodukte aus.

Vegan Oriental - Rezension
© Neun Zehn Verlag

Also?

Ein ehrliches Kochbuch, das weniger mit einer fancy als mit einer authentischen orientalischen Küche auftrumpft. Wer immer mal mit kleinem Pfiff versehene Standardgerichte aus dem Nahen Osten probieren wollte und tolle Rezepte für jeden Tag sucht, dem können wir das Buch uneingeschränkt empfehlen. Auch bei uns auf dem Blog wird es in Zukunft sicherlich das ein oder andere Gericht geben, das sich an Parvin Razavis Rezepte anlehnt.

Und sonst so?

Das Buch ist übrigens von einer Bloggerkollegin. Wenn ihr auf den Geschmack gekommen seid, schaut doch mal in ihrem Blog thx4cooking vorbei. Oder kanntet ihr den Blog schon?

Vegan Oriental - Rezension
© Neun Zehn Verlag

 

*Ein Rezensionsexemplar wurde uns freundlicherweise vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst die Wertung in keiner Hinsicht.

 

 

11 Gedanken zu “Kochkritik: Parvin Razavi – Vegan Oriental

  1. Mit dem Buch liebäugele ich auch schon länger, habe es mir aber bisher verkniffen, weil ich gerade zu orientalischen Gerichten ein großer Freund von Käse und/oder Joghurt etc. bin. Aber nachdem ihr so positiv seid, sollte ich vielleicht doch mal reinschauen :-)
    Liebe Grüße, Tring

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    1. Liebe Marlies,

      immer wieder gerne. Wenn man das Buch mag, schreibt sich die Rezension sowieso wie von selbst. Ich bin schon gespannt darauf, was du von den Rezepten hältst und ob du die ein oder andere Inspiration für deinen Blog daraus findest.

      Liebe Grüße
      Frau Lieblingsmahl

      Gefällt 1 Person

  2. Finde Vegan Oriental ein sehr gelungenes Kochbuch. Ein Lob an die Kochbuchautorin – leckere, einfache und größtenteils schnelle Rezepte machen es wirklich alltagstauglich.

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